Der Satus Baar, bzw. der Arbeiter Turnverein (ATV) wurde
1920 gegründet. Im ATV stand Breitensport immer im
Vordergrund. Bis in die 70er-Jahre war er ein klassischer
Turnverein, wo Turnen, Turnspiele, Leichtathletik, Laufen
(Cross, Orientierungslauf), Skisport, Reigen, Theater usw.
gepflegt wurden. Höhepunkte der Vereinsjahre waren die
internen Vereinsmeisterschaften, die regionalen und
nationalen Satus-Turnfeste und natürlich die Turnerkränzli.
Immer wieder konnte sich der Verein auch auszeichnen als
gewiefter Organisator von Turntagen und Turnfesten.
Einen grossen Stellenwert hatte der Skisport. In der sehr
aktiven Ski-Riege wurde über viele Jahre sehr erfolgreich
Rennsport betrieben. Aus der Renngruppe gingen verschiedene
Verbandsmeister hervor. Unvergessen bleibt auch der Gewinn
des General Guisan Pokals für das beste Abfahrtsteam in den
späten 60er Jahren. Später, als Skirennsport zu Zeit- und
Materialaufwändig wurde, entstand die
„Ski-Schule-Baar“, die heutige
„Schneesport-Schule-Baar“.
Schon früh wurde im ATV auch Handball gespielt. Nach den
60er Jahren gewann dieser Sport zunehmend an Bedeutung,
sodass eine eigene Handball-Riege entstand, welche mit
vielen Aktiv-, Damen- und Junioren-mannschaften an den
Meisterschaften teilnahm. Während 34 Jahren hatte das
„Baarer Kleinfeld-Handballturnier“ eine festen
Platz im Veranstaltungskalender. Dieses war weitherum
bekannt und beliebt und wurde in den Spitzenjahren von über
70 Mannschaften aus der Schweiz und dem Ausland besucht.
Die Mannschaften des ATV konnten auch eine grosse Anzahl
von Turniersiegen verbuchen. Dass ein allzu starkes
Schwergewicht im Verein auf eine Sportart (Handball)
gefährlich ist, zeigte sich, als 1997 die Handballriege
sich vom Satus Baar löste und zusammen mit der Fitness- und
Jugendriege den neuen Verein HSG-Baar-Zug gründete. Dem
Antrag des damaligen Vorstandes um Auflösung des Satus Baar
konnte entgegnet werden, weil eine kleine Truppe
„Unverbesserlicher“ bereit war, den Neubeginn
zu wagen. In der Folge gelang es, in Zusammenarbeit mit dem
Satus Zug, eine recht bedeutende Abteilung Unihockey zu
etablieren, welche unter dem Namen „Satus
Zugerland“ erstaunliche Erfolge verbuchen konnte. So
gewannen in der Saison 1999/2000 die Junioren C die
Broncemedaille an den Schweizermeisterschaften. Im Jahr
darauf (Saison 2000/2001) gelang sogar eine Steigerung
indem neben der Gold- (Jun. B) auch noch die Silbermedaille
(Jun. C) erkämpft werden konnte. Trotz dieser kurzfristigen
Erfolge der Unihockeyaner entschloss sich die
Vereinsleitung 2002 das Experiment zu beenden. Eine
nachhaltige Integration der Unihockeyaner in den Verein
zeichnete sich nicht ab. Die "Satus-Zugerländer" sind heute
bei "Zug United" integriert.
Die heutige Vereinsleitung ist nun bestrebt, andere
Sportarten anbieten zu können, sodass der Satus Baar auf
mehreren Standbeinen stehen kann. So sollte die
Rhönrad-Schweizermeisterschaft 2005 in Baar als Plattform
genutzt werden, um ab Sommer 2005 im Satus Baar ebenfalls
den faszinierenden Rhönradsport ausüben zu können. Dies war
ein sehr ehrgeiziges Ziel, welches aber mit viel Optimismus
nach dem Leitsatz "Wer das Unmögliche nicht wagt, wird das
Mögliche nie erreichen!" angegangen wurde. Mit Erfolg: Am
23.August 2005 startete der SATUS Baar mit seiner eigenen
Rhönradriege. Nachdem die Rhönrad-Schweizermeisterschaft
2005 so prächtig gelungen war, wurde man übermütig und
bewarb sich für die Durchführung der Weltmeisterschaft
2009. Man erhielt den Zuschlag und nach der tollen WM in
Baar meinte der Präsident des Internationalen
Rhönrad-Turnverbandes, dass in Baar die bisher beste
Weltmeisterschaft stattgefunden habe.
Satus Baar
Ruedi
Hug, Präsident